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Seiten verkehrt? - eine Weihnachtsbotschaft gegen Angst, Hass und Spaltung - Es ist nicht erst seit einem Jahr, dass nichts mehr ist, wie es einst war: Begriffe werden umgekehrt und Solidarität verwehrt. Stattdessen grenzt man Menschen aus. Es fällt aus der Gesellschaft raus, wer anders denkt und sich nicht beugt, Propheten misstrauisch beäugt.

As Adventsgeschichte: Unser Weihnachtsfest 2021: „Mama, hast Du eine Idee, was ich der Oma zu Weihnachten mitbringen könnte?“ „Hmm, mal überlegen, ich habe mit Oma noch gar nicht gesprochen wegen Weihnachten dieses Jahr…“ Weihnachten läuft bei uns seit Jahren gleichartig ab. Am Heilig Abend sind die Kinder bei mir, am ersten Weihnachtsfeiertag fahren sie mit mir zur Oma, und am zweiten Feiertag, und auch die Folgetage sind die Kinder dann beim Vater.

Das ganze Spektrum ökonomischer Denkschulen an einem Abend - so zeigte sich der letzte "Debattenraum" in diesem Jahr. Vertreter von libertär und freiheitlich bis sozialdemokratisch und marxistisch diskutierten miteinander auf unserem Podium. Überraschend viel Einigkeit gab es bei einer entscheidenden Frage. Die Weltwirtschaft zeigt sich aktuell noch erstaunlich robust, trotz der multiplen Infarkte der Lieferketten, zweistelligen Inflationsraten und der Energiekrise. Viele Krisenzeichen sind aber nicht erst in den letzten zwei Jahren aufgekommen. Über Perspektiven des Wirtschaftssystems, notwendige Reformen und mögliche Alternativen diskutierten wir im zurückliegenden “Debattenraum” mit vier Diskutanten auf dem Podium und vielen Anregungen aus dem Publikum. Christian, Professor für Volkswirtschaftslehre und früherer Investmentbanker sieht durch die weltweit hohe Verschuldung eine schon seit 2008 unhaltbare Situation; ..

Das erste Maskenbefreiungsattest bekam ich von meinem Hausarzt. Dann kam die staatliche Forderung, ein Attest sei nur gültig, wenn die Codes der Diagnosen vermerkt wären. Mein Hausarzt weigerte sich, so etwas zu tun, da er dafür Datenschutz und Arztgeheimnis ignorieren müsse. Also suchte und fand ich einen Facharzt für Allgemeinmedizin, der mir ein neues Attest ausstellte. Die Codes auf der Rückseite, vorne die Bemerkung: Nur der Amtsarzt darf die Diagnosen einsehen.

Nach 2 ¾ Jahren, in denen so vieles Kopf stand, das Leben sich für mich eine lange Zeit anfühlte als wäre ich im Schleudergang der Waschmaschine, sich vieles umsortierte, neu ordnete, weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Nicht nur ich, die meisten von uns können vermutlich ein ganzes Buch, wenn nicht sogar Buchreihen füllen; so viele verrückte Situationen, absurde Geschichten und hochemotionale Erlebnisse hätten den Stoff für ganz großes Hollywood-Kino. Sehr viele Menschen haben viel erlebt und verdauen müssen, aber ich denke am meisten diejenigen, die sich trauten umzudrehen.

Heute erzählen wir 2 Geschichten über Kinder, die uns die Eltern eingeschickt haben. Mit den Eltern haben wir gesprochen und vereinbart, keine Namen zu nennen. Wir nennen die Kinder A und B. A beendete in der Coronazeit den Kindergarten und wurde eingeschult Zur Abschlusszeit im Kindergarten wurde mit den Corona Maßnahmen begonnen. Betreuer begannen damit, Maske zu tragen, obwohl im Fasching keine Masken zur Verkleidung getragen wurden, da die Kinder Angst davor hatten.

Auf der heutigen Weihnachtsfeier merkte ein Kollege an, dass Corona vor drei Jahren – dem Zeitpunkt unserer letzten großen Zusammenkunft – maximal ein mexikanisches Bier war. Einige Tage später erfuhr die ganze Welt von einem chinesischen Augenarzt von einigen Lungenentzündungen in China, einem Land mit 1,4 Milliarden Einwohnern. Nach Einschätzung von Experten wie Christian Drosten handelte es sich um eine milde Erkältung, die nur ein Problem wäre, wenn sie massenhaft auftritt. Sein PCR-Test wurde diagnostischer [sic!] Goldstandard und was dann kam, ist bekannt.

Ich drücke die Tür zum Testzentrum auf, das eigentlich mal eine Kinder- und Jugendbücherei war. Das Impfzentrum ist nur 20 Meter davon entfernt, untergebracht in einem einst aktiven Kulturzentrum. Nun dienen diese großzügigen Räumlichkeiten nur noch der Abfertigung von Staatsbürgern. Mit türkisem Anzug, Plastikhelm, Maske und Handschuhen und hinter Plexiglas kontrolliert der Mitarbeiter meinen QR-Code und Pass, die einzigen akzeptablen Beweise meiner Buchung und Existenz, und winkt mich dann durch.

Am 4. Advent gibt es in unserem Adventskalender wieder etwas Künstlerisches. Barbara Weinzierl hat uns ein Adventgedicht zukommen lassen. Gefühle, die viele nachvollziehen können und ja, viele andere eben auch nicht. Vielen Dank, liebe Barbara Weinzierl

Und schon sind wir bei Tür 17 unseres #adventskalenders angelangt. Christina (Krankenschwester) hat hierfür ein eigenes, uns sehr berührendes Weihnachtsgedicht verfasst und gesprochen. Für all diejenigen da draußen, die ähnlich fühlen. Christina versucht, wie viele unter uns das Geschehene irgendwie zu begreifen und zu verarbeiten. Danke dir Christina für deinen wunderschönen, einfühlsamen Beitrag.

Wie viele andere auch, so habe ich in den letzten Jahren viele Opfer bringen müssen. Meinen Fokus möchte ich in diesem Artikel darauf legen, was ich bekommen habe. Es fühlt sich für mich nicht so an, als hätte ich mich dafür entschieden, mich für Themen wie Frieden, Freiheit oder Gerechtigkeit einzusetzen. Es fühlt sich viel eher so an, als hätte eine unsichtbare Kraft mich dazu auserkoren, als ich sah, wie wichtig es ist, jetzt aufzustehen. Ich habe in mir gespürt, dass es meine Zeit ist, diesen Platz einzunehmen. Ich habe einen vollständigen Paradigmenwechsel durchgemacht, meine Prioritäten haben sich verlagert und ich habe viele meiner Hobbies, Gewohnheiten und Ziele, zumindest zeitweilig, aufgegeben.

Als ein irgendwie neues Virus die Welt beschäftigte. Wir denken gerne, dass wir mehr oder weniger allein auf der Welt sind. Auf jeden Fall das Recht haben – da ja die selbsternannt intelligentesten Primaten – die Regeln auf dieser Erde bestimmen zu dürfen. Die Regel „Sterben“ würden wir wahnsinnig gern abschaffen. Selbst am Lebensende darf oft nicht gestorben werden. Als junge Frau habe ich miterleben müssen, wie eine 90-Jährige im Pflegeheim – zwangsernährt und ans Bett gefesselt – jahrelang dahinvegetieren musste, weil ihre Tochter sie noch „rechtzeitig“ auf der Couch gefunden hatte, wo sie gerade dabei war, friedlich zu entschlafen. Das hat mich damals beschäftigt. Als ein neuentdecktes Virus seinen Weg um die Welt antrat, beschäftigte ich mich erneut intensiv mit dem Thema Tod.