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Hier findet ihr ausgewählte Blogbeiträge. Offene Briefe, Berichte, Presseartikel und Veranstaltungshinweise.  Ideen für Themen oder Veranstaltungen?  Dann schreibt uns doch eure Vorschläge an service@wir-gemeinsam-buendnis.de

Die Mühlen der Justiz mahlen langsam, so heißt es immer, aber an einem Tag im Februar 2022 in München ging es ganz schnell. Lediglich zwei Stunden lagen zwischen der Verabschiedung einer sogenannten Allgemeinverfügung und dem Einsatz der Polizei auf den Straßen in der Innenstadt. Die sollte Spaziergänger auseinandertreiben, die gegen die Corona-Maßnahmen protestierten. Dass die 36-seitige Allgemeinverfügung der Stadt München den Weg über die Amtsblätter ausließ und quasi über die Leuchtschrift-Banner auf den Polizeibussen veröffentlicht wurde, zeuge von einer beispiellosen Arroganz der Verwaltung gegenüber dem Rechtsstaat: So die kritische Meinung eines Juristen aus dem Publikum auf unserer fünften Veranstaltung der "Debattenräume".

Das ist das Thema des anstehenden Debattenraums. Aber reflektiert nicht bereits ein Teil der Fragestellung die Paranoia unserer Zeit, das Streben nach Sicherheit als oberstes Ziel? Ist das Ziel von Schule und Bildung „Zukunftssicherung“? Und wessen Zukunft überhaupt? Wir sind inzwischen ziemlich weit davon entfernt, dass ein akademischer Abschluss automatisch zu einer glänzenden beruflichen Karriere führen wird. Wäre dann der Einstieg „für das Leben lernen wir – wie genau, geht das?“ ein besserer gewesen? Was heißt denn überhaupt kindgerechte Bildung, die zum ausgewiesenen Ziel das Erwachsenenleben hat? Schon allein darüber könnten wir vermutlich abendfüllend debattieren und diskutieren, was wir am 25.7. ab 18:30/19:00 in unserem nächsten Debattenraum auch vorhaben

Die vierte Veranstaltung in der Debattenraumserie, diesmal zu "Schule und Bildung - wie werden wir den Kindern gerecht und "sichern" unsere/ihre Zukunft?" steht nun als nächstes an, am Montag den 25.7.22. Bist Du dabei? Die vier Impulsgeber/Innen auf dem Panel werden uns aus unterschiedlichen Perspektiven über ihre Erfahrungen, Kritikpunkte und Vorschläge zur Veränderung berichten und uns an ihrer Leidenschaft, für die "Bildungsgemeinschaft Schule" Positives zu bewirken, teilhaben lassen.

Deutschland altert zunehmend – wir kennen alle das Konzept der Alterspyramide, und wie sich die „Bäuche“ verschieben. Alte Menschen sind häufig nicht mehr in der Lage, sich selbst zu versorgen. Sie benötigen Pflege. Das ist nun überhaupt nichts Neues. Zu jeder Zeit und in jeder Kultur mussten die Gesellschaft, die Familien und jeder einzelne Antworten darauf finden, wie man mit den damit verbundenen Herausforderungen umgeht.

Die dritte Veranstaltung – Thema: Pflegenotstand – in unserer Reihe der Debattenräume steht nun unmittelbar bevor. Am 24.05. hatten wir zum Auftakt über Medizin und Gesundheit gesprochen https://wir-gemeinsam-buendnis.de/debatte-medizin-gesundheit/ und zum Anfang dieser Woche am 28.06. waren dann die Medien unser Thema. Da waren wir eine richtig große Runde. Aber jetzt geht es unmittelbar weiter, am Montag, den 04.07.2022 mit dem nächsten, wichtigen Themenkomplex: „Wie umgehen mit dem Pflegenotstand im Kontext von demographischem Wandel und Wirtschaftskrise?“ 

Die Rolle der Medien - sind sie noch die "vierte Kraft im Staat" und was können wir erwarten? Ein toller informativer Abend liegt hinter uns. Wir waren mit vielen tollen Menschen im Gespräch sowie mit: Prof. Dr. Michael Meyen, Journalist und Professor für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung, Jimmy Gerum, Filmproduzent und Philosoph mit seiner Kampagne Leuchtturm ARD, Ralph Malisch, Betriebswirt und Autor, Redakteur eines Finanzmagazins für Anleger

Rückblick: Medizin und Gesundheit: Prophylaxe, Homöopathie, Ganzheitlichkeit, Anreize, System versus Individuum am 24.5. Eine Pflegeheimleiterin spricht mit einem Venture Capitalist. Eine Naturwissenschaftlerin mit einer Homöopathie-Heilpraktikerin, die als Juristin beruflich gestartet war. Patienten, Pfleger und pflegende Angehörige sowie Ärzte teilen ihre Erfahrungen mit Menschen, die langwierige Krankheiten nur vom Hörensagen kennen. Lebhafte Diskussionen, echte Begegnungen, bei der sich alle ohne Zensur, live und in Farbe einbringen. Gibt's nicht? Gibt's doch - bei unserer Auftaktveranstaltung der Reihe "Debattenräume".

"Die Rolle der Medien – sind sie noch die „vierte Kraft im Staat“ und was können wir als Gesellschaft erwarten?" Medien wird in Demokratien eine tragende Rolle zugeschrieben: mündige und aufgeklärte Bürgerinnen und Bürger benötigen eine gute Informationsbasis - Diskussion, Debatte und Dialog sollen nicht nur die Meinungsvielfalt widerspiegeln, sondern loten im Vorfeld politischer Entscheidungen gesellschaftliche Konsense und Dissense aus

Wir, ein Team von Leuten, die unter der gesellschaftlichen Polarisierung leiden und sich um unsere demokratische, pluralistische und menschliche Zukunft im Licht der vielen aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen sorgen, u.a. engagiert als „Brückenbauer“ beim Münchner Wir-gemeinsam-Bündnis, wollen ein Debattenformat etablieren, in dem wir zusammen vertrauensvoll diskutieren, uns austauschen und Neues anstoßen. Das Motto dazu, aus gegebenem Anlass: „Was wir aus der Pandemie lernen können und schon immer anders machen wollten – lass es uns angehen!“

Es droht die Entmachtung unserer demokratisch legitimierten Entscheidungsträger. Jetzt muss gehandelt werden. Auf der Weltgesundheitsversammlung vom 22.-28. Mai 2022, also in 10 Tagen (!) droht eine weitgehende Schwächung staatlicher Souveränität, indem die internationalen Gesundheitsregulierungen geändert werden. Es ist ein Überfall auf die Souveränität von Demokratien weltweit. 

Oft werden wir gefragt, warum wir denn noch auf die Straße gehen, jetzt wo doch alles vorbei sei, die Impfpflicht nicht komme und die Maßnahmen aufgehoben seien. Es könnte daran liegen, dass große Teile der Medien etwas verkürzt über unseren Protest berichtet haben, wenn dieser Eindruck entstanden sein sollte. Und genau deshalb gehen wir weiter auf die Straße und in erster Linie: weil wir eine Medienkrise haben.

Wir widersprechen der Diskreditierung unseres demokratischen Protests! Offener Brief von Hamburger, Berliner und Münchener Demo-Organisator:innen anlässlich der Aussagen der Organisation „Attac Deutschland“ vom 11.02.22 über coronamaßnahmenkritische Demonstrationen.