Zeitzeugen

Zeitzeugen – Maria, bei Kriegsausbruch 13 Jahre alt

Maria erinnert an den Krieg, den sie als Kind erlebte. Immer noch sehr emotional erzählt sie, daß sie ständig in Gefahr war, in der Schule oder zu Hause. Immer war Bombenalarm, nie gab es Ruhe, sie hatte immer Angst. Sie mußte bei Bombenangriffen in den Keller und hörte die Explosionen. Dadurch wurde sie traumatisiert. Sehr eindrücklich schildert sie ein Symptom, das durch Traumatisierung ausgelöst wird: das Zittern. Heute gilt es als eine Form der posttraumatischen Belastungsstörung, aber nach dem ersten Weltkrieg wusste man noch nichts von den schrecklichen psychischen Folgen eines Krieges. Die heimkehrenden Soldaten wurden als „Kriegszitterer“ oder „Schüttelneurotiker“ bezeichnet, als Schwächlinge abgewertet und ausgesondert. Erst das zwischen den Weltkriegen aufkommende Verständnis für seelische Ursachen von Körpersymptomen durch die Psychoanalyse rehabilitierte die schwer traumatisierten Soldaten. Was für eine verheerende Wirkung der Krieg auf Körper und Seele hat spürt man heute noch, wenn Maria davon erzählt. Sie ist immer noch ergriffen von dem Schrecken von damals.

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